Fünf Jahre im Rettungswagen, acht Jahre in der Beatmungstechnik, heute Senior Produktmanager für eine digitale Wunddokumentation. Matthias erzählt, wie er zur Medizin kam, welche Wundmanagerin er schon im Alltag begleitet hat und was sein Berufswunsch als Kind war.
Matthias, du hast schon früh im Leben zur Medizin gefunden. Wie genau kam das?
Ich glaube, es fing damit an, dass ich schon als Jugendlicher in der Jugendfeuerwehr war, weil diese Blaulichtwelt mich immer interessiert hat. Dann kam eins zum anderen, und statt militärischem Wehrdienst habe ich ein FSJ im medizinischen Fahrdienst gemacht: Behindertentransporte oder Fahrten von zu Hause zum Arzt für ältere Menschen.
Das lief unter der Leitung des Rettungsdienstes, und so kamen die Kontakte zu dieser Welt. Es folgte die Ausbildung zum Rettungssanitäter, inklusive Praktikum auf der Rettungswache und im Krankenhaus. Ich hatte dabei so viel Spass, dass ich im Selbststudium noch deutlich mehr gelernt habe, als ich für die Ausbildung gemusst hätte.
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Also habe ich einfach weitergemacht und noch den Kurs zum Rettungsassistenten absolviert. Das ist eine zweijährige staatliche Ausbildung, nach der du die Notfälle selbst führst. Das erste Jahr habe ich in Chemnitz gemacht, wo ich herkomme, fürs zweite Jahr ging es dann nach Köln auf die Rettungswache.
Dort habe ich dann eine ganze Weile gearbeitet. Genauer gesagt war ich auf der Feuer- und Rettungswache 1 in der Kölner Innenstadt. Zehn bis zwölf Einsätze an einem normalen Tag sind da nichts Ungewöhnliches. Das ist viel, aber in der Grossstadt normal, weil du kurze Wege hast.
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Eine ganze Menge konkreter klinischer Erfahrung. Und danach warst du acht Jahre lang bei einem Medizinproduktehersteller?
Ja, genau. Neben der Zeit im Rettungsdienst war ich ausserdem in einer ambulanten Anästhesie tätig, darauf folgte noch ein Maschinenbaustudium in Köln. Meine Bachelorarbeit hat mich dann zu einem Hersteller für Beatmungstechnik in Hamburg gebracht.
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Dort habe ich schon früh gemerkt, dass ich den Kontakt mit Kunden am spannendsten finde. Zu verstehen, was Nutzer wirklich brauchen und wie man ihre Probleme löst. Deshalb bin ich dort Produktmanager geworden. Wir haben auch die Zertifizierung zum Medizinprodukt Klasse II durchgeführt. Eine Erfahrung, die mir bei imito sehr zugutekommt.
Du hast also Erfahrung von der klinischen wie von der technischen Seite. Wie sieht es konkret mit Wunden aus?
Chronische Wunden oder Dekubitus sind für mich noch Neuland, umso wichtiger ist es mir, jetzt alles zum Thema und zum Alltag der Anwender zu erfahren. Schon kurz nach meinem Start bei imito war Myriam Seifert, die Wundmanagerin der Asklepios Klinik Wandsbek, so hilfsbereit, dass ich einen Tag mitlaufen durfte. Sie nutzt imito seit rund zehn Jahren und war sofort offen dafür.



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