Ein Tag in Fribourg: Wundexpertise über alle Disziplinen hinweg
Manchmal sagt ein einziger Tag mehr über den Stand einer Branche aus als eine ganze Messewoche. Genau so ging es uns letzte Woche an der SAfW-Tagung in Fribourg. Rund 500 Teilnehmende kamen zusammen: Wundexpertinnen und -experten aus allen Disziplinen und aus allen Sektoren des Gesundheitswesens, vom Akutspital über die Langzeitpflege und die Spitex bis zur niedergelassenen Praxis. Dazu die Industrie, allen voran die Verbandstoffhersteller. Dass an einem Wundkongress alle Disziplinen zusammenkommen, ist für sich genommen nicht einzigartig. Das erlebt man etwa auch an der EWMA, die dieses Jahr in Bremen stattfand. Das Besondere an dieser SAfW-Ausgabe war ein anderes: Sie wurde über beide Sprachregionen hinweg organisiert, für die französisch- und die deutschsprachige Schweiz gemeinsam. Dieses Format gibt es nur alle zwei Jahre, und genau das macht es so wertvoll.
Für Sofia und mich war es ein Tag voller Gespräche, die in dieser Dichte sonst kaum möglich sind. Dass die SAfW dieses Jahr beide Sprachregionen zusammenbrachte, war dabei spürbar: Fachleute aus der Romandie und der Deutschschweiz, die im Alltag selten am selben Tisch sitzen, tauschten sich einen Tag lang direkt aus. Das ändert die Qualität der Diskussion.
Gemeinsam am Stand mit Piomic
Wir waren mit einem gemeinsamen Stand mit Piomic vor Ort. Die Kombination hat sich bewährt: Sie bringt zwei Perspektiven auf dieselbe Herausforderung zusammen und gibt den Besucherinnen und Besuchern ein vollständigeres Bild davon, wie moderne Wundversorgung aussehen kann.
Die Frage, die heraussticht
Wenn man an einem solchen Tag genau hinhört, merkt man schnell, welches Thema die Menschen wirklich bewegt. Dieses Mal war es eindeutig: die Verfügbarkeit von WoundGenius für kleinere Kliniken und für die Homecare. Nicht mehr „funktioniert KI-gestützte Wunddokumentation überhaupt?", sondern „wann und wie bekommen auch wir sie?". Diese Verschiebung in der Fragestellung sagt viel. Die Technologie hat sich bewiesen, jetzt geht es um den Zugang. Genau dort wollen wir hin: nicht nur die grossen Häuser, sondern die ganze Breite der Versorgung.
Was bleibt
Fribourg war kein Event der grossen Ankündigungen, sondern der ehrlichen Gespräche. Und vielleicht ist das wertvoller. Wir nehmen eine klare Botschaft mit: Der Bedarf an einfacher, validierter Wunddokumentation ist da, über alle Sektoren hinweg. Danke an alle, die vorbeigekommen sind, und an Piomic für die gemeinsame Standzeit.




